Abschluss
der Fortbildungsreihe "Anwalt des Kindes"
Als Anwalt für Kinder
arbeiten
18 VerfahrenspflegerInnen in
Ev.
Familien-Bildungsstätte ausgebildet.
Wenn Familien auseinander brechen, kommt es häufig zu heftigen Auseinandersetzungen um das Sorgerecht oder die Besuchsregelungen und das Gericht wird eingeschaltet. Die Kinder geraten hierbei schnell „zwischen die Fronten“ und werden zu hilflosen Streitobjekten zwischen den Verfahrensbeteiligten.
Um die Position
der Kinder in
familiengerichtlichen
Verfahren zu stärken, kann das Gericht dem Kind eine/n
Verfahrenspfleger/in an
die Seite stellen. Deren Aufgabe ist es, die Wünsche, Ängste
und Sorgen der
minderjährigen Kinder in das gerichtliche Verfahren einzubringen
und ihre
Interessen zu vertreten. Im Familienforum ging nun eine einjährige
Fortbildung zu
Ende, in dem sich 18 Frauen und Männer zu diesen
Verfahrenspfleger/Innen
ausbilden ließen. Einige haben schon erste Fälle vom
Familiengericht übertragen
bekommen.
Zu den Aufgaben der VP gehört es,
zunächst Kontakt zu den
Eltern aufzunehmen und dann bei weiteren Besuchen das Vertrauen des
Kindes zu
gewinnen und den Kindeswillen über Gespräche, Spiele etc.
herauszuarbeiten. Der
Verfahrenspfleger begleitet das Kind in dem ganzen Verfahren,
erklärt die
Zusammenhänge (da häufig Unwissenheit die Sorge der Kinder
noch vergrößert) und
nimmt schließlich Stellung in den gerichtlichen Anhörungen.
Der
Verfahrenspfleger ist unabhängig und nur den wohlverstandenen
Interessen des
Kindes verpflichtet.
Es haben die Abschlußzertifikate erhalten:
Altmeppen-Holling,
Sabine
Amato,
Sabine
Barczak,
Eva
Fortmann, Sabine
Jaax, Christina
Kannen, Irmtraud
Kreuzkamp, Christiane
Lerche, Britta
Meinert, Andreas
Pfau, Brigitte
Raddatz, Karsten
Reick, Nicole
Saffer, Melitta
Sieve-Landwehr, Christiana
Tennhoff, Jutta