Projekt Erziehungslotse – ein Zwischenbericht (oder ein Abschlussbericht)?


(Foto von links: Conny Vossel, Eva-Maria Kuhn, Waltraut Stubbe mit Johannes, Anke Hegge, Catrin Blöcher, Martina Kettler)

Auf Initiative des niedersächsischen Ministeriums für Soziales und Familie war 2008 das Projekt Erziehungslotse in Kooperation mit den niedersächsischen Familienbildungsstätten initiiert worden.
Das Projekt hat zum Ziel, Familien in vorübergehenden schwierigen Lebensphasen präventiv Unterstützung im (Familien)Alltag auf ehrenamtlicher Basis anzubieten. Das Projekt ist zunächst bis zum 31.12.2009 befristet

In diesem Rahmen hatten die kath. und ev. Fabi in Osnabrück gemeinsam das Projekt umgesetzt und bis heute über 20 Ehrenamtliche zu Erziehungslotsen qualifiziert. Im Anschluss war es den beiden Einrichtungen in Absprache mit der Stadt Osnabrück auch noch gelungen, die Lotsen in Familien zum Einsatz zu bringen.

Am Donnerstag, 26.11.09 trafen sich im Rahmen der sie begleitenden kollegialen Beratung einige der aktiven Erziehungslotsen, die in der Ev. Fabi von Conny Vossel qualifiziert und der Projektmitarbeiterin Eva-Maria Kuhn begleitet und vermittelt worden waren.
Die fünf aktiven Lotsinnen der Ev. Fabi hatten seit Mai 09 über 170 Stunden Familien in Osnabrück unterstützt. Vor allem allein erziehende Mütter hatten Unterstützung bei der Betreuung ihrer Kinder gerne angenommen. Zudem konnten die Lotsinnen viele wichtige Tipps bei Alltagsfragen geben oder waren kompetent bei der Vermittlung in weiterführende Fachberatung.
Zusammenfassend hatten alle Beteiligten – einschließlich des Ministeriums – das Projekt als äußerst sinnvoll und wirkungsvoll beurteilt. Hier konnte mit vielen kleinen Schritten niedrigschwellig und alltagsnah Menschen aus vorübergehenden Sorgen und Nöten herausgeholfen werden.


Die beiden Osnabrücker Fabis haben aber die Absicht, das Projekt mit eigenen Kräften auch 2010 weiterlaufen zu lassen.
Die Ev. Fabi möchten ihren Lotsinnen die wichtige kollegiale Beratung durch Frau Kuhn erhalten, sofern diese ihren Familieneinsatz wie bisher fortsetzen. Zusätzlich planen beide Fabis eine vertiefende Qualifizierung der aktiven Lotsen oder sogar einen gemeinsamen zweiten Durchgang zur Ausbildung neuer Lotsen.
Die Ev. Fabi wird weiterhin versuchen, die Lotsinnen über ihre Außenstellen (Horte, Familientreff) und Kooperationspartner (z.B. Familienzentrum Lukas) in Hilfesuchende Familien als Unterstützung auf Zeit zu vermitteln.

So ergaben sich bei dem Treffen in der Ev. Fabi doch noch einige optimistische Perspektiven für die so engagierten Lotsinnen für das Jahr 2010.

Osnabrück, 29.11.09
Elke Berning