Neue
Kinderkantine im Familientreff der Ev. Fabi

Projekt KinKa - Kinderkantine im Familientreff, Iburger Straße

Seit Mittwoch, den 05.03.2008,
11.30 Uhr ist es soweit: der Familientreff der Ev. Fabi ist mit der Kinderkantine
um ein wichtiges Angebot reicher.
Jeweils Montag, Mittwoch und Donnerstag ist
KinKa ab 11.30 Uhr für Kinder ab 2 Jahre mit jeweils einem Elternteil geöffnet
und bietet ein frisch zubereitetes Kindergericht mit Nachtisch und Getränk
zum familienfreundlichen Preis an (Kinder 1,00 €/ Erwachsene mit Osnabrücker
Pass 2,00 €). KinKa ist ein Angebot, das den Bewohnern des Quartiers Rosenplatz
vorbehalten ist.
Die Idee für die Kinderkantine hatte sich "wie von selbst" aus dem bisherigen Alltag des Familientreffs ergeben. Seit der Gründung im Jahr 2002 wendet sich der Treff vorrangig an benachteiligte Familien, wobei Kinder und Frauen schon immer den Hauptteil der Besucher ausmachten und das offene Café sich als Kontaktbörse bewährt hat. Parallel dazu stellten sich unüberhörbar die öffentlich diskutierten Themen wie "Kinderarmut" - "Kindesvernachlässigung" - "Unzureichende häusliche Verpflegung" usw. Es war dann nur ein kleiner, logischer Schritt, mit KinKa ein alltagsnahes Präventivangebot für Menschen bzw. Kinder in schwierigen Lebenssituationen zu konzipieren.
Die Chronik des neuen Projektes sieht wie folgt aus:
| Frühjahr 2007: Konzeptentwurf durch Frau Stolle (Leiterin Familientreff) und Frau Berning (Teamleitung Fabi) | |
| "Marktanalyse" und Netzwerktreffen (09.05.2007): Welche Verpflegungsangebote gibt es bereits im Quartier Rosenplatz, welche Bedarfe gibt es noch? - Das Ergebnis dieser Vorphase war, dass die allgemeine Sozialstruktur im Quartier und die bekannte Besucherstruktur im Familientreff ein Angebot wie KinKa rechtfertigt. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist der Soziale Dienst Süd über die Projektpläne informiert und im Rahmen der kollegialen Regelzusammenarbeit beteiligt. | |
| Juni 2007: Antrag bei der Ev. luth. Landeskirche Hannovers auf Sondermittel für besondere Projekte in der Diakonie (Schwerpunkt allein Erziehende) - Zusage von Mitteln in Höhe von zunächst 5.000,00 € im Oktober 2007. | |
| September 2007: Kontakt zur Sparda Bank Münster - Zusage von finanzieller Unterstützung mit 15.000,00 € über drei Jahre. Mit diesem Startbudget begab sich das Projekt in die Vorphase der Planung: Stellung weiterer Spendenanträge, Organisation der Essenslieferung, Ausbau der Netzwerkarbeit usw. | |
| Begründung einer Kooperation mit der benachbarten Ev. luth. Luthergemeinde. Pastor Wolter hatte ebenfalls die Idee einer Mittagsverpflegung für Bedürftige gehabt. Die Zusammenarbeit bedeutete nun für alle Beteiligten einen sinnvollen Synergieeffekt in Richtung evangelischen Profils am Rosenplatz. Der Kirchenvorstand der Lutherkirche stellte sich ebenfalls hinter das Projekt. | |
| Der Träger selbst leitete den großen Restbetrag einer Spende für benachteiligte Familien von Osnatel aus dem Jahr 2007 weiter an das Projekt KinKa. | |
| Neben Geldspenden warb Frau Stolle viele Sachspenden und sonstige Unterstützung ein: Kostenlose Getränke für 10 Monate (Getränke Hebel), Geschirr und Besteck von Ikea, Servietten von Duni. Die Stadt Osnabrück finanzierte den dringend notwendigen, neuen Fußbodenbelag, und AGOS genehmigte zwei Arbeitsgelegenheiten im Küchenbereich. | |
| Februar 2008: Gespräche mit der Kath. Fabi - Projekt Gastro PLUS wird die Zulieferung der Mittagsmahlzeiten mit übernehmen. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung guter Kooperation zwischen den beiden Bildungsstätten getan. Gemeinsame Nutzung vorhandener Strukturen und Ressourcen ist ein wesentliches Grundprinzip in der Ev. Fabi. | |
| Mitte Februar 2008: Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit für potentielle Gäste. | |
| Mittwoch, 05.03.2008: Ausgabe der ersten Mittagsmahlzeit |
Mit
Spannung erwarten wir nun, wie sich die Kinderkantine im Familientreff bzw. im
Quartier Rosenplatz etablieren wird. Dabei hat das Projekt aber noch einige weitere
didaktische Schritte vor, bis es sich in dem Umfang darstellt, wie es die Gesamtkonzeption
vorgesehen hat.
Bis zum Sommer 2008 soll die Eingewöhnungsphase für
alle Beteiligten laufen. Nach den Ferien sind dann zunehmend erweiternde und ergänzende
Angebote für die Bewohner/ innen des Quartiers Rosenplatz geplant. Betreuungsangebote/
Spielangebote für Kinder ab 2 Jahre, Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler,
Freizeitangebote für allein Erziehende, berufliche Integrationsmaßnahmen,
Beratungsangebote usw. sind denkbar.
Alle Maßnahmen haben letztendlich
das Ziel, einen frühen, niedrigschwelligen Kontakt zu benachteiligten Familien
zu bekommen. Dadurch sollen Bildung - Begegnung - Beratung - Begleitung (die 4
>B< der Ev. Fabi) an bildungsferne und ungewohnte Menschen herangetragen
werden. Vertrauensvolle Kontakte zu den Familien und die Kenntnis ihrer Bedürftigkeiten
lassen ebenfalls zusätzliche, kurzfristige Unterstützung der beteiligten
Netzwerkpartner möglich werden.
Aus
dieser Zielperspektive ist KinKa nicht nur ein Verpflegungsangebot - es ist vielmehr
ein Baustein in einem "ganzheitlichen" Gesamtkonzept sozialer und diakonischer
Arbeit des evangelischen Familientreffs.
Damit unterstreichen die Ev. Fabi
und der Ev. luth. Kirchenkreis Osnabrück ihr "Ja" zur Beteiligung
an der sozialen Integration benachteiligter Menschen und ihr "Ja" zur
Migrationsarbeit unter "evangelischer Flagge" in der Stadt Osnabrück.
"Treuer
Begleiter" des Projektes ist die Frage der Finanzierung. Wie es für
ein Projekt üblich ist, hat der Finanzplan noch größere "Lücken"
und weitere Spendenanträge sind auch bereits gestellt.
Das verfolgte finanzielle
Engagement beim Projekt Kindermahlzeit der Kath. Fabi machen aber Mut und Hoffnung
auf öffentliche Unterstützung unserer Kinderkantine.
KinKa freut
sich über jeden gespendeten Euro!
Osnabrück, 03.03.2008
Elke Berning, Leitung Geschäftsbereich "Projekte - Personal - Finanzen"/ Ev. Fabi