 Teilnehmer
und Helfer der Workshops "Catch the Wind" in Aktion.
| Am
26. und 27.04.08 fanden im Rahmen der Ausstellung "Kunst in Gesellschaft"
die vielfach angekündigten Eventtage statt. Eingeleitet wurden diese beiden
Tage durch eine junge Bläsergruppe des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. Sie
hatten sich erst Ende letzten Jahres zusammen gefunden und präsentierten
Gassenhauer wie den Kanon Bruder Jakob'. Für das leibliche Wohl
wurde am Samstag- und Sonntagnachmittag durch das Fabi-Cafe gesorgt. Der Sonntagvormittag
war von einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Langschläferfrühstück
geprägt. Die Kunstpädagogin Christine Uecker zeigte den Teilnehmern
in dem Workshop "Offene Kreativwerksatt Drucken", wie mit recht simplen
Mitteln ganz eigenwillige Drucke entstehen können. Riki Haas, Kunststudentin
der Universität Osnabrück und mit dem Piepenbrock Kunstförderpreis
2006 ausgezeichnet, gab eine Einführung in das experimentelle Malen. Zwei
Künstlerinnen der Ausstellung, Sylvia Lüdtke und Wiltrud Betzler-Schellin,
boten Workshops in Bezug auf ihre ausgestellten Werke an. Frau Lüdtkes Ziel
ist es, mit ihrer Kunst einen Stein in der Brücke zwischen Orient und Okzident
zu bilden. Auch in dem Workshop "Friedenstorte" ging es um das Miteinander
verschiedenster Kulturen und Religionen. Eingeleitet wurde dieser Workshop mit
einem Puppenspiel, welches an das Buch "Friedenstorte" von Fakir Baykurt
angelehnt war. Im Anschluss malten alle Teilnehmer zusammen zwei riesige Friedenstorten
auf Leinwand. Wiltrud Betzler-Schellin nahm Bezug auf ihr Jahrhundertprojekt
"106", in welchem sie Dokumente und Fundstücke des deutschen Lebens
von 1900 bis 2005 in Kisten sammelte und gestaltete. Die Teilnehmer ihres Kurses
packten Dinge, die sie von zu Haus mitgebracht hatten, oder Gegenstände,
die von der Künstlerin zur Verfügung gestellt wurden, in Kisten und
bearbeiteten diese mit Acrylfarben. Höhepunkt und Abschluss dieser Tage
war das Kunst-Umwelt-Projekt "Catch the Wind" der Aktionskünstlerin
Rud Witt aus Hamburg, welches von der Choreografin und Tänzerin Erneste Junge
begleitet wurde. Während dieser zwei Tage wurden fast 200 große chinesische
Seidentücher in den verschiedensten Blautönen eingefärbt und aneinander
geknotet. Rud Witt geht es darum, Dinge nicht wie Christo zu verhüllen, man
denke da an den Reichstag, sondern das Unsichtbare sichtbar zu machen. Astrid
Robbers |