Ausstellung der Künstlerin Angelika Litzkendorf

Über 80 Menschen waren der Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung und der Ev. Familien-Bildungsstätte e.V. gefolgt, um die Künstlerin Angelika Litzkendorf live zu erleben und sich mit ihr auf einen Rundgang durch ihre Ausstellung zu begeben. Bereits eine Viertelstunde vor Beginn der eigentlichen Eröffnungsveranstaltung erklang muntere Musik im Saal: dem Duo „Meyer und Quast“ war die Freude an den eigenen Beiträgen, an Oldies, Songs, Balladen sichtlich anzumerken. Ihr Gitarrenspiel und ihr Gesang - gelegentlich mit Klavier- und Mundharmonikaklängen angereichert - trug dazu bei, dass diese Feierstunde von Leichtigkeit und Freude mit geprägt war.

Den Eröffnungsvortrag hielt Dr. Wiebke Köhler. Ihr gelang es, nach einer eher heiter-lebensnahen Einleitung den tiefen Faden der Jahreslosung 2011 aufzunehmen und damit das Titelbild der Litzkendorf-Ausstellung mit dem entsprechenden theologischen Gedankengängen zu versehen. Wie bereits im Vorjahr wurde Angelika Litzkendorf auch 2010 vom Verlag des Rauhen Hauses Hamburg damit beauftragt, die Illustration für die bevorstehende Jahreslosung zu entwerfen. „Lass Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“, eine Aufforderung, der es neben ihrer großen aktuellen Gültigkeit auch nicht an Schärfe mangelt, denn – so Köhler – es geht um Kampf, und schliesslich auch darum, das Böse in der Welt zu besiegen. Der Vortrag bot viel Stoff, zum eigenen Nachdenken sowie zu weiteren Gesprächen.

Doch nicht nur geistig-sinnliche Nahrung gab es an diesem Abend, auch für das leibliche Wohl war hier gesorgt. Bei Sekt und Saft und einem kleinen Imbiss begegneten sich die Menschen und/oder wanderten durch die Flure.

Um die Künstlerin scharten sich dann alle, die gerne mehr darüber erfahrenwollten, wie ihre Bilder entstehen, welche Geschichte(n) sich dahinter verbergen, was die Künstlerin zu dieser oder jener Arbeit motivierte, warum sie das eine oder andere Material, das entsprechende Motiv oder den nebenstehenden Titel wählte. „Eigentlich mag ich den Bildern keine Titel geben“ gestand Angelika Litzkendorf, vielmehr möchte sie es den Betrachtenden überlassen, ihre jeweils eigenen Titel zu finden, sich hineinzuspüren in die Welten eines jeden Bildes. Und so hat sie denn auch eines ihrer Bilder „Weitblick“ genannt und damit ihre eigene Lebensphilosophie zum Ausdruck gebracht. Dabei geht es ihr um die Phantasie, um Träume und das Unbewusste. „Ich möchte sichtbar machen, was mich berührt“, so die Künstlerin selbst.

Im Stil sind ihre Arbeiten unterschiedlich, doch eines haben fast alle gemeinsam und das ist eine enorme Farbintensität. Das gilt sogar für jene, die nicht besonders laut, sondern sehr stimmig-abgestimmt in farblicher Bewegtheit auf den Betrachtenden zu wirken beginnen, sobald sie/er sich der Arbeit nähert.

Eine ganz besondere Möglichkeit der Annäherung an kreatives Arbeitens bietet die Künstlerin in zwei Workshops an. Und wer Interesse hat, sich der Jahreslosung mit den Mitteln des Bibeltheaters zu nähern, kann dies am 25. und 26.02.2011 in der Ev. Familien-Bildungsstätte tun.

Die Ausstellung ist bis zum 29. April 2011 ist in der oberen Etage der Ev. Fabi zu sehen.

Dorothea Jöllenbeck

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