Die Fabis auf der PLAYIT



Es ist Freitag, der 15. Juli 2011, 10.00 Uhr morgens. „Wenn bloss das Wetter mitspielt!“ Larissa Leers Blicke schweifen über den großen Parkplatz des Universitätsgeländes an der Caprivistrasse. Hier soll am bevorstehenden Wochenende das erste Osnabrücker Familienfestival – die Playit - an den Start gehen. Noch ist alles ziemlich leer, lediglich die ersten Aussteller für den Messebereich trudeln langsam ein und keiner weiss, wie’s werden wird. Der Himmel wolkenverhangen, es weht ein heftiger Wind und die meisten der hier Anwesenden sind zumindest in Jacken gehüllt. So auch Larissa Leer. Doch als Hauptorganisatorin dieses Events hat sie an diesem Freitagmorgen dann doch anderes zu tun, als sich allzulange mit sorgenvollen Gedanken über das Wetter aufzuhalten. Da heisst es „anpacken“, auch für uns – die Mitarbeitenden der Katholischen und Evangelischen Fabi – die wir unseren gemeinsamen Stand für die beiden Veranstaltungstage aufbauen und gestalten.

Auch am Bühnenprogramm sind unsere beiden Einrichtungen massgeblich beteiligt: während die Katholische Fabi bereits am Samstag mit zwei „acts“ mit von der Partie ist, gibt es am Sonntagnachmittag ab 13.30 Uhr dann Familienszenen pur, spontan präsentiert von den „Fabihaften“, der Improvisationstheatergruppe der Ev. Familien-Bildungsstätte unter Leitung von Ilka Mertinkat. Sie ist es auch, die das Publikum zum Mitmachen oder besser gesagt Mitdenken anregt. Da sind es dann vor allem die Kinder, die per Zuruf bestimmen, an welchem Ort die jeweils nächste Szene stattfinden soll, wer die Hauptakteure sein sollen und / oder was geschehen soll. Und die fünf Spielerinnen geben alles: fast 45 Minuten lang wird auf der Bühne gestritten und gelacht, geweint und sich vertragen und ganz ganz doll (Theater) gespielt.

Gleich im Anschluss daran gehört die Bühne Gabriele Rölker, die die Zuschauenden mit hawai’ianischem Tanz und der entsprechenden Musik mitnimmt auf die Reise zu jenen fernen Inseln im Pazifik. Sie tanzt, erklärt, zeigt Instrumente, verteilt die Blumenketten und fordert zum Mitbewegen auf. Besonders die Kinder vor der Bühne sind ganz dabei: Da werden die Hände zu Blüten, die Arme bewegen sich wie Wellen, die Füsse machen kleine Schritte und auch das Becken soll….. ?? Was beim Anschauen so einfach, anmutig, fliessend scheint, ist dennoch harte Arbeit, Koordination und Konzentriertheit sind gefragt. Doch Gabriele Rölker gestaltet ihren Auftritt spielerisch und leicht, denn schliesslich… „…sind wir auf der Playit!“
Und diese war – so das Fazit aller – ein voller Erfolg, da hat nicht nur das Wetter (mit-) gespielt…. Und deshalb auch an dieser Stelle ein dickes „Dankeschön“ an alle, die dazu beigetragen haben, dass die Ev. Fabi so präsent sein konnte auf der Playit 2011.

Dorothea Jöllenbeck, 18. Juli 2011