Für die Kinderkantine wurde „lange gestrickt“ – evangelisches Engagement im Quartier Rosenplatz

Auf dem Foto von links nach rechts: Gerda Mittelberg, Hannelore Schlinkhoff,
Claudia Schubert-Clausing, Kerstin Schaper-Herzberg
Sie kommen vom anderen Ende der Stadt, um das Projekt KinKa (Kinderkantine im Familientreff der Ev. Fabi an der Iburger Strasse 13) finanziell zu unterstützen.
Die Rede ist vom Bastelkreis der Ev. luth. Martinsgemeinde aus Hellern in Begleitung von Frau Pastorin Kerstin Schaper-Herzberg. Und es wurde nicht nur gestrickt, um ansprechende, kreative „Produkte“ auf den traditionellen Herbstmarkt der Martinsgemeinde verkaufen zu können, damit Kinder aus benachteiligten Familien im Quartier Rosenplatz davon profitieren können.
1.950,00 € hatten Frau Gerda Mittelberg und Frau Hannelore Schlinkhoff als „Abgeordnete“ des Bastelkreises und Frau Pastorin Schaper-Herzberg als Spende in der Tasche, als sie am Montag, 28.03.2011 den Familientreff besuchten, um dieses großartige Geschenk persönlich der Leiterin des Treffs – Claudia Schubert-Clausing – zu überreichen. Neben den Erlösen des Bastelkreises setzt sich der Betrag aus weiteren Taufkollekten und Privatspenden zusammen.
Der Bastelkreis der Martinsgemeinde – das sind 15 bis 20 Frauen – besteht schon seit vielen Jahren. Es wird gebastelt was Freude macht und zugleich dienen die Treffen der Geselligkeit und der Begegnung. Auf alle Fälle treffen die Ergebnisse den Geschmack vieler, denn die Erlöse durch den Verkauf auf dem jährlichen Herbstmarkt sind erstaunlich. Und dann ist es für alle Mitstreiterinnen Ehrensache, dass diese Beträge sozialen Projekten zugeführt werden.
Überhaupt gehört die Martinsgemeinde seit Beginn des Projektes KinKa zu den „treuesten“ Förderern. Schon früher leiteten Frau Pastorin Schaper-Herzberg und Herr Pastor Herzberg regelmäßig Taufkollekten u.a. an KinKa weiter, und es kamen bereits Beträge in Höhe von ca. 700 € zusammen. So war es in vieler Hinsicht an der Zeit, den Spendenzweck hautnah zu erleben. Jedenfalls waren die Besucherinnen überrascht, welch „buntes Treiben“ sie an der Iburger Strasse an dem Montag erwartete.
Die Martinsgemeinde war an dem Tag aber auch zugleich stellvertretend für den gesamten Ev. luth. Kirchenkreis Osnabrück zu Besuch. Verschiedene Kirchengemeinden haben seit Projektbeginn über 3000 € im Rahmen verschiedener Kollekten für die Kinderkantine gesammelt – ein eindrucksvolles Beispiel, wie viel kleine aber beständige Beträge in der Summe ergeben können.
Das Projekt KinKa startete bereits im Herbst 2007 als Maßnahme, die ausschließlich über Spenden finanziert wird. KinKa wurde gezielt an den Familientreff „angedockt“, um hier die präventive (Sozial)Arbeit mit benachteiligten Familien sinnvoll zu ergänzen.
Dem Projekt KinKa sichern die genannten Geldsummen nun weitere Monate des Fortbestehens. Das Geld dient aber nicht nur der Bezuschussung der Mittagsmahlzeiten, die Familien (mit Osnabrück Pass) aus dem Quartier Rosenplatz montags, mittwochs und donnerstags gegen einen geringen Eigenbeitrag genießen können.
Das Projektgesamtkonzept sieht darüber hinaus Angebote frühkindlicher Bildung (Zwergentreff, Eltern-Kind-Gruppe/ Spiel und Bewegung für kleine Entdecker) sowie Kurse zur Elternbildung vor. Dabei stehen allein erziehende Frauen und Familien mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt des Interesses (Elternführerschein, Fit für den Start).Alle Angebote im Rahmen des Projektes KinKa sind so konzipiert, dass sie für bildungsungewohnte Familien niedrigschwellig und alltagstauglich sind. Auf diese Weise entstehen Erstkontakte und Zugänge besonders zu Kindern, und es ergeben sich Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verbesserung ihrer Zukunftschancen und ihrer Integration.
Die Ev. Fabi sagt allen Spendern vielmals Danke - das Vertrauen ehrt uns und spornt uns täglich an, mittels sparsamen Umgangs ein Maximum an Angeboten für die Familien im Quartier Rosenplatz „herauszuholen“.
Es tut uns gut, Solidarität sichtbar zu erfahren. Und nicht zuletzt haben die Spendenbeispiele wieder andere Menschen zum Nachahmen angeregt.
Und sollten sich bei Ihnen noch gut erhaltene Spielsachen (Gesellschaftsspiele, Bücher, Sandspielzeug, Bobbycars usw. für Kinder von 2 bis 10 Jahre) „langweilen“ – im Familientreff an der Iburger Strasse fänden sie ein liebevolles, neues „Zuhause“!
Elke Berning, im März 2011