"Wo lebt eigentlich
Gott?"
Fortbildung für die Leiterinnen von Spielkreisen und Eltern-Kind-Gruppen in der Ev. Familien-Bildungsstätte
"Die Kinder haben gar kein Problem mit Gott, die gehen damit ganz natürlich um - aber wir Erwachsenen, wir bringen da Schwierigkeiten und Ängste mit und trauen uns oft nicht, das Thema religiöse Früherziehung in der alltäglichen Arbeit anzugehen" - so das Statement einer Teilnehmerin am Fortbildungstag. Doch daran wird sich nun vielleicht etwas ändern, denn die vorgestellten konkreten Ideen und Lieder waren da sehr hilfreich. Zum Fortbildungstag "Glauben entdecken in der Eltern-Kind-Arbeit" hatten Heike Jünemann, pädagoische Mitarbeiterin der Ev. Fabi Osnabrück und die Diakoninnen Birgit Jaeger und Karin Wäcken eingeladen.
Die drei bilden zusammen das Team der "Kontaktstelle für Eltern-Kind-Arbeit in den Gemeinden der ev. Kirchenkreise Osnabrück, GMHütte, Bramsche und Melle". Die Kontaktstelle ist ein Kooperationsmodell der Ev. Fabi und der Ev. Erwachsenen- bildung in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Frauenwerk, das finanziell von der Klosterkammer Hannover unterstützt wird. Und worum geht es?
Die Kontaktstelle hat sich zum Ziel gesetzt, in Osnabrück und den angrenzenden Gemeinden qualitativ hochwertige Angebote für junge Familien zu machen. Viele dieser Eltern-Kind-Gruppen und Spielkreise existieren schon sehr lange, andere sind noch im Aufbau.
Durch die Kontaktstelle wird den Kirchengemeinden das Angebot gemacht, sich an diesem Modell zu beteiligen, denn gerade die Arbeit mit den 0 - 3jährigen Kindern und ihren Eltern ist sehr wichtig für den Gemeindeaufbau. Durch die vernetzende Arbeit der Kontaktstelle ist es möglich, Starthilfen für neue Gruppen zu bekommen, gemeinsame Fortbildungen für Ehrenamtliche und Honorarkräfte zu organisieren und sich gegenseitig in Theorie und Praxis zu unterstützen. Die Leiterinnen der Spielkreise und Eltern-Kind-Gruppen treffen sich viermal im Jahr, um neue Impulse für die Arbeit zu bekommen.
Inhaltlich geht es bei diesen Treffen um die ganze Bandbreite der Arbeit mit kleinen Kindern: Von Fortbildungen zu pädagogischen und psychologischen Fragen, zu sprachlicher und motorischer Entwicklung, zu neuen Spielen und Methoden, zu neuen Büchern und Liedern bis hin zum Thema "Qualitätssicherung" und Gestaltung von Elternabenden wird alles abgedeckt.
Und wie gut diese gemeinsame Fortbildung funktioniert, zeigte sich in der durchweg positiven Auswertungsrunde der Teilnehmerinnen am Samstagmittag: "Durch den Tag habe ich mehr Mut bekommen, religiöse Themen aufzugreifen.", "Der Austausch mit den anderen bringt mir ganz viel für meine konkrete Arbeit." und "Der Tag hat mir bewusst gemacht, wie viele religiöse Elemente und Symbole ich verwende, ohne sie als solche wahrzunehmen." sind dafür beispielhafte Aussagen.
Und in ihrem Abschlussplädoyer für die religiöse Früherziehung warb Diakonin Karin Wäcken dafür, sich gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungsreise zu begeben, um dem Schatz des Glaubens in kleinen Schritten näher zu kommen. Ganz konkret werden sich einige Teilnehmerinnen demnächst zusammensetzen, um einen Gottesdienst für die Kleinen zu erarbeiten, der während des im Sommer stattfindenden 50jährigen Jubiläums der Ev. Fabi OS gefeiert werden soll.
Weitere Infos über die Kontaktstelle und die Angebote für junge Familien gibt es in der Ev. Fabi unter (0541) 505 300.