Installation „Wohin mit unseren Träumen“

Welche Träume haben Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen und Heim und Heimat verlassen müssen und welche Sicht haben wir auf die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen? Welche Gedanken und Emotionen löst ihr Ankommen in uns aus?

Installation "Wohin mit unseren Träumen"

Die Künstlerin Hildegard Strutz stellt mit ihrer Installation „Wohin mit unseren Träumen“ den Betrachtern diese grundlegende Frage. Dabei lässt sie die Menschen nicht nur über die Hoffnungen und Träume der Flüchtlinge nachdenken, sondern stellt auch ihre Zukunftsvorstellungen und Erwartungen an Europa perspektivisch dar.

Unterstützt wird das Projekt vom Diakonischen Werk in Niedersachsen und lässt sich mit ein wenig technischem Geschick in den interessierten Einrichtungen aufbauen. So stehen schon Exemplare in Braunschweig und im Raum Göttingen.

Nun macht seit Ende April das dreiteilige Werk aus Holz und Plexiglas vor dem Gebäude der Ev. Familien-Bildungsstätte an der Anna-Gastvogel-Straße in Osnabrück auf sich aufmerksam. Den Aufbau der Installation übernahm der Begleiter von Frau Strutz – ein syrischer Flüchtling, den die Künstlerin beim Ankommen in Deutschland unterstützt. 

Mit diesem Kunstwerk setzt sich Hildegard Strutz künstlerisch mit einem der aktuellsten Themen unseres Alltags auseinander. Durch ihre Aufenthalte in verschiedenen Ländern, u.a. in Pakistan und Äthiopien, kennt die studierte Architektin, Malerin und Grafikerin aus dem niedersächsischen Neustadt am Rübenberge die Erfahrung eines Neuanfangs in einem fremden Land persönlich und möchte mit der Installation zu einem Perspektivenwechsel anregen. Das Kunstwerk öffnet sich von zwei Seiten: Schaut man von der einen Seite, sieht man eine Menschenmenge, die auf eine bunte, helle Landschaft blickt. Damit öffnet sich die Sicht der Geflüchteten, die nach Europa kommen. Sie träumen von einer neuen Welt und Zukunft. Doch geht man um das Werk herum, sieht man neben einer schwachen Spiegelung seiner eigenen Person dunkle Umrisse – Schatten der Menschen, deren Gesichter und Geschichten man nicht kennt.

Gleich im Eingangsbereich der Fabi aufgestellt, bietet das Werk „Wohin mit unseren Träumen“ den Besuchern der Fabi und Passanten und Passantinnen die Gelegenheit, sich über das Thema „Flüchtlinge“ Gedanken zu machen. Die Fabi möchte dadurch mit Menschen ins Gespräch kommen und sich dieser wichtigen Thematik annehmen.

Mit Integrationsprojekten wie Sich begegnen – sich kennenlernen – miteinander reden in der Dodesheide und FezS (Familien erleben zusammen Sprache) sollen Begegnungsmöglichkeiten und -räume geschaffen werden, in denen die Menschen beim Ankommen in Deutschland unterstützt werden.